Wer nicht verlangt, der wird bekommen!

November 6, 2016

Kennst du das Phänomen, dass Leute dich fragen, was Du dir zum Geburtstag wünschst und Du sagst: „Überrasch mich“. Dann ist der große Tag da. Voller Vorfreude stehst Du vor einem Haufen aus Geschenken und packst aus. Und dann ist es da, das böse Erwachen: Gemüsehobel, Topflappen, Platzdeckchen und andere Grausamkeiten. Es kommt, wie es kommen muss – Du bist enttäuscht. Doch hier geht es eigentlich gar nicht um Geburtstagsgeschenke, sondern um dein Leben. Denn dieses Beispiel zeigt einen der größten Fehler, den wir in unserem Leben machen …

Lässt Du auch gerne andere für dich entscheiden?

Das obrige Beispiel zeigt, dass wir in vielen Situationen unseres Lebens nicht der Herr der Lage sind. Wir lassen andere über unser Glück entscheiden. Selbst wenn wir gefragt werden, können wir nicht klar definieren, was unser Herz wünscht. Statt dir dann einen Moment zum Überlegen zu gönnen, drücken wir diese „verantwortungsvolle“ Aufgabe von uns und geben die Entscheidung ab. Doch wissen andere wirklich was für unser Leben das Richtige ist? Wissen sie, wie es wirklich in uns aussieht und was wir uns wünschen? Ich meine nicht als Geschenk, sondern als Ziele, Werte und unseren Anspruch an ein glückliches Leben.

Warum wir nicht unsere Spielregeln nennen

In unserer Gesellschaft kursiert eine schlimme Krankheit: Anpassungsdrang. Wir lernen schon von Kindesbeinen an, dass man sich „anpassen“ muss. Bloß nicht in der Schule auffallen. Versuch immer alle Menschen zufrieden zu stellen. Ecke nicht an im Job. Mach alles was dir gesagt wird. Und so weiter. Es geht soweit, dass wir aus unserer wundervollen Einzigartigkeit zu einem Einheitsbrei mit den anderen – ehemals bunten – Seelen verschmelzen. Alles und jeder, was aus der Reihe tanzt wird bestraft, ausgegrenzt oder als „ver-rückt“ abgestempelt. Und Letzteres ist gar nicht so verkehrt, denn man ist tatsächlich aus diesem Einheits-System heraus gerückt. Man ist halt einfach anders.

Doch da wir Menschen immer schon soziale Wesen waren, versuchen wir natürlich die maximale Zugehörigkeit in der Gruppe zu erreichen und dazu müssen wir manchmal auch eine „Rolle“ spielen.

Die verschiedenen Rollen meiner Seele

Im Job war ich immer der seriöse Marketingmanager, der zwar viel lacht, aber ansonsten analytisch handelt. Mit meinen gutverdienenden Freunden, sprach man oft über Business, Anlagen und Vermögen – das ich dabei finanziell auf dem Zahnfleisch ging wusste keiner. Auf der Straße versuchte ich so normal zu wirken wie nur möglich. In der Bahn darf bloß nicht gelacht und gesungen werden, auch wenn mir danach war. Für meine Oma war ich immer der vernünftige und hilfsbereite Enkel. Auf der anderen Seite drehte ich mit meinen Freunden so richtig auf. Wie ist es bei dir?

Oftmals ist es so, dass wir je nach Lebenslage und Umfeld, verschiedene Rollen haben, die wir bedienen. Wir sind quasi die vielseitigsten Schauspieler in unserem Leben und können uns in Windeseile an die Situationen anpassen und unsere Rolle ab- und anlegen. Doch ist es nicht was uns wirklich langfristig glücklich macht. Wie gesagt, es sind alles nur Rollen und nicht das, was unsere Seele – unser Herz – sich wirklich wünscht und was uns ausmacht.

Nenne deine Spielregeln und lebe bunt

Erst wenn wir anfangen unsere Wünsche & Werte zu äußern (unsere Spielregeln) können wir in unsere Kraft kommen und glücklich werden. Stell dir einmal vor, wie es wäre, wenn du IMMER und ÜBERALL nur du selbst sein könntest. Wäre die Welt nicht soviel schöner und vor allem bunter, wenn die Leute auf der Straße singen würden, einfach weil ihnen danach ist. Wie wäre es, wenn in der U-Bahn getanzt wird, statt Angst vor den Verurteilungen der anderen Passagiere zu haben. Wie wäre es, wenn Du endlich anfängst deine Spielregeln zu nennen?!

Ich kann es dir sagen: Du wirst nie wieder ein unpassendes Geschenk (des Lebens) bekommen, sondern nur noch das, was du dir wirklich wünschst. Das Leben wird sich fügen, wenn du dich dazu bereit erklärst, dich dem Leben in all deiner Schönheit und deiner (Un-)Vollkommenheit zu zeigen. Nimm das Leben an, als das Geschenk, als das es dir gegeben wurde.

Ab heute wird kein Mensch mehr über dein Leben bestimmen außer dir selbst!

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