Die größten Irrglauben unserer Zeit: „Ich alleine kann nichts verändern“

Februar 17, 2017

„Es ist doch egal was ich mir wünsche, ich alleine kann doch eh nichts ändern“. So oder so ähnlich lautet eines der am häufigsten gesprochenen Mantras unserer heutigen Zeit. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich in diesen Sätzen, mit deren Hilfe wir uns selbst schon kleiner machen als wir eigentlich sind?

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus – und besonders aus aktuellem Anlass – kann ich dir sagen, dass es ein absoluter Irrglaube ist. Lass uns einmal zurückgehen zum Anfang dieses Selbstbetruges.

Du kleines Dummerchen kannst das noch nicht alleine

 

Versuch dich einmal an deine Kindheit zurück zu erinnern. Weißt du noch wie es damals war, wenn du etwas machen wolltest und direkt Erwachsene aus allen Himmelsrichtungen angesprungen kamen, weil sie meinte du alleine könntest es noch nicht? Eigentlich ist das absolut nicht böse gemeint, sondern man möchte dich nur vor Schaden bewahren. Deine Eltern zum Beispiel wollen auf keinen Fall, dass dir etwas passiert und man sie später als unfähige Rabeneltern betitelt. Man traut dir, als kleinem und neuem Wesen auf dieser Welt, noch nicht das zu, was du wirklich bist.

Zudem kommt hinzu, dass wir durch die ständige Hilfe verlernen a) eigene Entscheidungen zu treffen und b) effektiv zu lernen. Die Entscheidungen, die wir treffen sollten z.B. dazwischen ob wir nun eine Banane, einen Apfel oder doch die Klobürste in den Mund nehmen, wird uns abgenommen und wir lernen nicht, dass die Klobürste absolut nicht schmeckt. Das ist natürlich überspitzt dargestellt, aber ich hoffe du verstehst was ich meine 😉 Lass uns einmal sehen, wie die Story weitergeht…

Solange du deine Füße unter meinem Tisch hast!

Wer von uns kennt nicht diesen drohenden Satz der Eltern, wenn wir unseren eigenen Willen und damit unseren eigenen Lernprozess in Gang bringen wollen!? Natürlich sind wir störrisch und bockig, denn wir sind gerade mitten in der Pubertät und rebellieren gegen so vieles was unsere Eltern machen. Und während wir uns ausprobieren wollen um eventuell zu merken, dass unsere Eltern doch Recht haben und ihr Weg nicht ganz so „beschissen und spießig“ ist wie wir denken, nehmen sie uns erneut die Entscheidung ab – anstatt es sachlich mit uns zu besprechen – indem der vernichtende Satz „solange du deine Füße unter meinem Tisch hast“ eingeworfen wird. Ende und aus mit der Diskussion.

Wieder konnten wir weder eigene Entscheidungen treffen, noch Erfahrungen sammeln. Obwohl eine Erfahrung haben wir gemacht: Ich kann nichts ohne (die Einwilligung) meine(r) Eltern entscheiden.

Teamplay über allem… Außer über dem Chef!

Um es am Anfang klarstellen zu können: ich bin kein Gegner von Teamwork. Ganz im Gegenteil, denn ich denke, dass „Kooperation“ eines der evolutionär wichtigsten Elemente ist, welches unser Überleben und unseren „Erfolg“ bisher gesichert hat. Dennoch bin ich der Ansicht, dass es immer auf das Gleichgewicht ankommt und wir nicht in extremen denken sollten! Kompliziert? Wie wo 🙂

Nachdem wir die Rebellion in der Pubertät entkommen sind und einen Schulabschluss gemacht haben kommen wir endlich in der Arbeitswelt an und endlich stehen uns und unserer Kreativität alle Türen offen… Denkste! Wie sagte Benjamin Franklin so schön:

„Viele sterben mit 25, werden aber erst mit 75 begraben“

Denn obwohl wir denken, dass wir nun die uneingeschränkte Freiheit haben alles zu tun und die Welt aus den Angeln zu heben, setzt schnell der Druck der Gesellschaft ein. Kreatives denken ist gern gesehen, aber nun im Rahmen der betrieblichen Normen. Work-Life-Balance ist super, solange das Gewicht auf „Work“ liegt und man halt mit mehr Life in kurzer Zeit ausgleichen kann. Selbständigkeit ist ein absolutes Muss… wie denn in einem „angestellten“ Verhältnis. Paradoxon-Alarm!

Auch in dieser Phase lernen wir, dass wir zwar eigene Ideen kreieren dürfen, aber alleine nichts schaffen. Es gibt immer ein Team-Work, es gibt immer einen Chef, der das letzte Wort hat. Und wieder schaffen wir nur etwas, wenn andere uns helfen.

Mein Weg diesem Irrglauben zu entkommen

Ich war schon immer ein kleiner „Eigenbrödler“ und habe es geliebt kreativ vor mich hin zu arbeiten. Außerdem bin ich ein sogenannter – Multipotential – deren Interessen nicht nur in einer Sache liegen, sondern denen die Vielfalt und das Ausprobieren Freude bereitet. Nicht ganz einfach für die standardisierte Welt um mich herum ^^ Für mich gab es nicht nur Lego, sondern auch ein Mikroskop, Action-Figuren, Barbies (ja, auch die und das als Junge. OMG!), mit meinen Cousinen spielen, mit Jungs Soldat spielen, die Natur entdecken, etc. Ich fand einfach alles spannend, auch wenn alle immer sagen wollten: „Du brauchst Hilfe, du schaffst das nicht alleine“. Ich finde, ich kam ganz gut zurecht.

Als kleiner Lebensabenteurer ging es dann weiter im Studium. Ich habe mich immer dem Team untergeordnet aber ich wusste auch ganz klar, welche Vision zu verfolgen ist und habe eigenständig Aufgaben erledigt und sie dem Team präsentiert. Entweder sie mochten es oder nicht. Manchmal ist es halt einfach sinnvoller um Vergebung statt um Erlaubnis zu fragen. Doch wir driften etwas ab…

DIE GROßE ERKENNTNIS

Ich habe mich außerdem schon immer für Menschen interessiert, die Dinge „anders“ machen, die „ver-rücktes“ tun und damit in meinem Kopf den Samen pflanzen: ALLES ist möglich, wenn du es nur willst. Richtig, wenn ICH es nur will. Sie sagten nie „wenn die ANDEREN es dir erlauben“. Da wurde mir schnell klar:

JEDER von uns kann etwas in dieser Welt bewegen, wenn ER/SIE es nur will

Das war für mich der Stein des Anstoßes, weshalb ich mit 15 Jahren bereits anfing mich voll und ganz den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Potentialentfaltung zu widmen. Ich war mir sicher, dass es gewisse Methoden gibt, damit JEDER aus seinem Leben einfach das machen kann was er will und das jeder etwas verändern kann – an sich, an der Gesellschaft und an der Welt.

Es sind die täglichen Entscheidungen, die DEN Unterschied machen

Ich gebe dir mal ein ganz praktisches Beispiel: Was kaufst du denn tagtäglich ein? Wo kaufst du ein? Woher kommen deine Produkte? Was hinterlassen sie? Wen unterstützt du damit? Einfache Fragen, die so vielen bewirken, denn entgegen unserem Glauben kaufen wir nicht das Produkt im Regal – getreu dem Motto: es wurde ja nun eh schon produziert – sondern mit deinem Kauf machst du den Platz frei um dasselbe Produkt erneut zu produzieren. Was sich nicht verkauft, wird der Händler nicht los, er bestellt nicht nach, Firmen bekommen nicht die Bestellung und produzieren somit auch nicht.

Das bedeutet: kaufst wir HEUTE Produkte aus schlechter Tierhaltung, Pestizidverseuchtes, Genmanipuliertes, Umweltschädigendes, dann eröffnen wir auch den Weg, das genau solche Produkte auch MORGEN wieder in unseren Regalen landen.

Ich für meinen Teil habe angefangen mehr Bio-Produkte zu kaufen, mich vegan zu ernähren, auf Inhaltsstoffe zu achten, kleinere Firmen zu unterstützen, nachhaltige Produkte zu kaufen, etc. Ich bin auch noch fern ab von perfekt, aber ich habe mir bewusst gemacht, dass meine Entscheidungen (selbst bei so etwas „kleinem“ wie dem täglichen Einkauf) einen großen Einfluss auf die Welt haben!

Überlege was DU alles bewirkst

Ich lade dich nun ein, noch einmal den Satz: „Ich alleine kann nichts ändern“ zu sagen. Glaubst du wirklich noch daran? Oder sollte der Satz lieber lauten: „Ich bin der Anfang der Veränderung„.

Natürlich wird sich nicht von heute auf morgen alles ändern und die Welt komplett wieder „geheilt“, die Illusion möchte ich auch nicht vermitteln. Aber ich kann dir sagen, sobald du den Anfang machst, werden es dir Leute nachtun. Menschen werden dich fragen, warum du so glücklich aussiehst. Sie werden dich fragen, warum du auf einmal dein „normales Verhalten“ umgestellt hast und sich ebenfalls mit diesen Themen befassen. Vielleicht ändern sie sogar selbst etwas. Doch egal was du tust, du solltest es IMMER aus Eigenmotivation machen und nicht für andere!

Für mich musst du nichts ändern, denn ich habe meine eigenen Änderungen in die für mich richtige Richtung. Du solltest nur die Richtung wählen, die du für dich wünscht. Und wer weiß: Vielleicht treffen sich unsere Wege ja einmal und wir gehen ein kleines Stück einen gemeinsamen neuen Weg in ein und dieselbe Richtung – die Richtung einer lebensfrohen Zukunft in voller Verantwortung und Kraft.

Danke, dass du die Veränderung bist!

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Artikel einen kleinen Denkanstoß geben und dir zeigen, dass du unendliche Schöpferkraft in dir drin besitzt und du sehr wohl die Möglichkeit hast etwas in dieser Welt zu verändern. Du bist der erste Tropfen auf den Stein aber wie du weißt, kann selbst ein einzig stetiger Tropfen den Stein höhlen 😉

Nimm mich gerne als Beispiel, denn glaubst Du, ich hätte „One Million Good Thoughts“ ins Leben gerufen, wenn ich nicht der vollen Überzeugung wäre, dass JEDER einzelne von uns etwas bewirken kann. Was ich alleine alleine begonnen habe, ist nun schon ein Event mit über 35 Top-Speakern aus Deutschland und einer tollen Community aus Lebensabenteurern, die gemeinsam eine „Globale Herzerwärmung“ auslösen. Ich habe es begonnen – ganz alleine – aus einer Idee heraus. Und sieh was nun bereits daraus geworden ist.

„Be The Change You Want To See In The World!“

Ich wünsche dir von Herzen alles erdenklich Liebe und Gute. Und denk immer daran: Du bist Wunder-Voll!

Herzlichst

Dein Alex

 

P.S. wenn dir mein Artikel, meine FB-Seite zum Blog und mein Projekt „One Million Good Thoughts“ gefallen hat, würde ich mich über ein „gefällt mir“ und ein Teilen mit deinen Freunden sehr freuen. Nichts muss, alles darf 😉

 

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