Behind the blog – Wer schwingt hier die Tastatur?

September 21, 2015

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog und herzlich willkommen zu mir und meiner Geschichte. 

Es freut mich riesig, dass Du auf meinem Blog gelandest bist und es dich interessiert, wer eigentlich hinter dieser ganzen Geschichte steckt. Und diese Frage werde ich Dir natürlich auch direkt beantworten. Der „Godfather“ von Sternengreifer bin ich, der Alex. Ich bin am heutigen Tag 28 Jahre alt, starte gerade meinen Blog/Youtube-Channel und stehe am Wendepunkt meiner Karriere. Was das genau bedeutet, wirst Du später in diesem Artikel noch erfahren. Nun möchte ich Dir jedoch meine Geschichte einmal vom Anfang an erzählen. 

Wie alles begann

Vor fast 28 Jahren habe ich, in der Mitte von Bremen und Osnabrück, das Licht der Welt erblickt. Ich wuchs in einer sehr behüteten Familie auf und als Kind mangelte es mir an nichts. Ich spielte mit den Nachbarskindern auf der Straße, hatte mein heißgeliebtes Lego und eine große Schwester, die mich vor allen schlimmen dinge bewahrte – wenn sie mir diese gerade mal nicht selbst zufügte 😉 Alles in allem, war es eine gelungene Kindheit bis zum Alter von 5 Jahren. Och ja, die gute alte Kindheit…

Trotz aller Freude, kam irgendwann der Tag, an dem sich meine Eltern scheiden ließen. Was damals ganz schlimm für mich war, fühlt sich heute gut an, denn als kleiner Knirps habe ich von dem ganzen Spektakel kaum etwas mitbekommen. Schlimmer war da schon die Nacht der Nächte, die alles veränderte. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde ich aus meinem gewohnten Umfeld gerissen und zog mit meiner Mama und meiner Schwester zu ihrem damaligen Freund in die Niederlande. Einfach so.

Der Neuanfang

Fast ganz über Nacht wurde mein Leben genommen, geschüttelt und verkehrt herum wieder auf den Boden der Tatsachen gestellt. Ändern konnte ich es jedoch nicht, und so verbrachte ich die nächsten 7 Jahre meines Lebens in den Niederlanden. Gott sei Dank ist solch ein Neuanfang für ein Kind oft einfacher als für einen Erwachsenen. Ich wuchs bilingual auf, genoss das niederländische Bildungssystem, fand neue Freunde und konnte langsam meine Wurzeln wieder im Boden verankern. Bis…Jap, Du ahnst es schon?! Es einen weiteren „Schlag“ gab.

Back to the roots

Kaum 12 Jahre alt geworden, gab es einen weiteren Schicksalsschlag, der dafür sorgte, dass sich die Ereignisse von vor 7 Jahren wiederholten, nur diesmal in die andere Richtung. Über Nacht ging es für mich ohne Vorwarnung und Verabschiedung wieder nach Deutschland. Die ganze „Aufbauarbeit“ für nichts. In Deutschland hieß es dann erstmal wieder neu anfangen. Nach meinen „Auslandserfahrungen“, lernte ich nun das deutsche Bildungssystem kennen und das von einer ziemlich harten Seite. Meinen Neuanfang sollte jetzt mit dem Besuch der 7. Klasse in der Realschule besiegeln. Gesagt, getan. Ich fand, dass ich auch diese Aufgabe wieder gut gemeistert habe. Leider sahen meine Lehrer das etwas anders und sahen meine Leistungen – zumindestens was die Schulfächer angeht – als befriedigend bis mangelhaft an. Hmmm, aus einem Gymnasialschüler in den Niederlanden wurde, dank fehlender Deutschkenntnisse und „Migrationshintergrund“, ein unterdurchschnittlicher Realschüler. In your face!

Doch das negative Feedback hielt mich nicht davon ab weiter zu kämpfen. Klar hätte ich aufgeben können und den Lehrern Glauben schenken können, aber ich wusste es besser. Ich glaubte an meine Fähigkeiten und wusste, dass ich mehr auf dem Kasten habe. Dinge, die weit über Mathe und Kunst hinausgehen. In den kommenden 3 Jahren strengte ich mich so sehr an, dass ich nicht nur meinen Realschulabschluss bekam, sondern ich die Schule mit einem „erweiterten Realschulabschluss“ verlassen konnte. Der Glaube versetzt eben doch Berge!

Wer nichts wird, wird Wirt!

Nach meinem Triumph auf der Realschule war für mich direkt klar, dass ich gerne etwas mit Wirtschaft machen möchte. So kam es, dass ich meine kommenden 3 Jahre auf einem Wirtschaftsgymnasium verbrachte. Während dieser Zeit verbrachte ich meine Tage mit Bilanzen, Marketing, Informatik und natürlich Mathe, Englisch und so weiter. Ich gebe ehrlich zu, ich zweifelte so manchen Tag, ob dieser Weg denn so richtig für mich sein sollte. Aber Entscheidung war getroffen und das Ding wurde nun auch durchgezogen. Apropro „ziehen“, mit 18 bin ich auch direkt ausgezogen und habe mit einer Schulfreundin zusammen gewohnt. Das war ein riesen Abenteuer: Die erste eigene Wohnung. Ok, es war eine WG. Das machte es aber nicht weniger aufregend. Trotz des Spagats zwischen Familie, Eigenständigkeit und Abitur, schaffte ich mein Abitur und mir standen alle Türen offen. Davor stand jedoch noch eine wichtige Entscheidung aus: Arbeit vs. Studium. Wenn es nach meinem Vater ginge, hätte ich wie jeder vernünftige Mann in unserer Familie kein Abitur gemacht und wäre mit 16 Jahren bereits auf dem Bau gelandet und würde mir nun die Finger wund und den Rücken krumm arbeiten. Doch das war definitiv nicht mein Masterplan. Also entschied ich mich für ein Studium.

Zwischen den Welten

Um während meines Studiums nicht von meinen „Freunden“ – der deutschen Bundeswehr – gestört zu werden, entschied ich mich dafür meine Wehrpflicht (wer hatte das eigentlich erfunden?) vorher zu absolvieren. Ich ging zur Musterung, machte alles Späße mit und landete schließlich in einem fiesen Büro, in dem man versuchte mir alle Karrierechancen detailliert schmackhaft zu machen. Zum Beispiel dürfe ich leider kein Arzt werden, da ich eine Farbschwäche habe und nicht in der Kapelle mitspielen, weil ich eine Brille trug. Ok, der Sinn erschließt sich mir nicht, aber wenn die das sagen. Auch wenn die Angebote verlockend waren, musste ich den netten Herren enttäuschen und ihm mitteilen, dass ich den Dienst doch lieber, zum Wohle meiner Mitmenschen, im Zivildienst ableisten möchte.

Die nächsten 9  Monate arbeitete ich in einer Schule für lernschwache Kinder aus sozial-vernachlässigten Familien. Meine Aufgabe bestand darin die Kids morgens abzuholen, tagsüber Hausmeister zu spielen und sie abends wieder heim zu bringen. Zusammen mit meinem coolen Zivi-Kollegen haben wir auch Unterrichtsstunden betreut. Was sich so locker anhört, war für mich schon ein ziemlich krasses Erlebnis. Kinder, die aufeinander losgehen, weder Grenzen noch Respekt kennen und selbst die Lehrer Angst vor ihnen haben. Dafür habe ich in diesen Situationen mein Gespür für Menschen und ihre Emotionen, mein Einfühlungsvermögen und mein Gerechtigkeitssinn schulen können. Ich will diese Erfahrung um nichts in der Welt missen.

Holland Reloaded

Gerade die 9 Monate Zivildienst hinter mir, hieß es nun wieder zurück in die alte Heimat. Ich hatte mich für ein Studium in den Niederlanden entschieden. Kurze Zeit später hatte ich einen Studienplatz, ein WG-Zimmer und jede Menge Tatendrang. Ich studierte „International Business & Languages“ mit dem Schwerpunkt Marketing. Da mir dieses aber schon schnell zu einseitig wurde und ich meine Fühler schon lange auch in Richtung ganzheitlicher Ansätze, traditionelle Heilmethoden, Quantenmechanik und vieles mehr ausgestreckt hatte, musste unbedingt Abwechslung her. Entgegen vieler Kommilitonen, die einen „straighten“ Weg bestreiten wollten mit einem Semester „Financing“ oder anderen Wirtschaftsfächern, entschied ich mich für „Spa & Health Management“ in Thailand und Bali und ein Semester „Kulturmanagement“. Was andere als „dumm“ bezeichneten war für mich das Ausleben meiner Scannerpersönlichkeit. Ich hatte langsam entdeckt, dass das Leben Vielfalt ist und die Wirtschaft doch nicht mehr das Umfeld, was ich für mich als zeitgemäß angesehen habe.

Der Ernst des Lebens

Auch die schöne Studienzeit mit tollen Menschen, Erlebnissen und Begegnungen, ging leider viel zu schnell vorbei. Nun begann „der Ernst des Lebens“. Das Leben bedeutete ab nun scheinbar Bewerbungen schreiben um Firmen anzubetteln einen einzustellen, Erholung auf Zuteilung (Urlaubstage) und ein Leben als sklavenhafter Untergebener, der alles tut um seinem Meister zu gefallen um nicht entledigt zu werden. Ich spielte das Spielchen eine Zeit lang mit und hangelte mich von einem Job zum Anderen. Leider – oder gerade zum Glück – hielt ich es nirgends lange aus und wusste schnell, dass das nicht das Modell ist, welches ich vom Leben erwartete. Auch meine kurzzeitige Arbeitslosigkeit und die Behandlung als „Schnorrer“ machten mein Lebensgefühl nicht angenehmer. Also suchte ich nach Menschen, die das taten, was ich mir wünschte – Digitale Nomaden. Während ich weiter für herzlose Firmen arbeitete, erweiterte ich ständig meinen Wissensschatz um neue Arten der Lebensgestaltung, Methoden zur Leidenschaftsfindung und kümmerte mich um den ganzheitlichen Aspekt in meinem Leben.

Die letzte Firma in der ich gearbeitet habe, brachte mich – mit ihren Methoden der Mitarbeiterführung und des Umgangs in der Wirtschaft – endgültig dazu, den Weg einer klassischen Karriere aufzugeben und mein Wissen, meine Leidenschaft und meine Originalität zu leben. Kündigung geschrieben und abgegeben. Und so stehe ich heute (eigentlich sitze ich gerade auf dem Sofa) hier und baue mir den Lebensstil auf, den ich für mich und mein Leben als richtig erachte.

Die Top-5 Learnings aus meinem Lebenslauf

  1. Verfolge immer dein Ziel und kämpfe dafür, auch – oder gerade wenn – andere sagen, dass Du es nicht erreichen kannst.
  2. Wenn Du irgendwann feststellst, dass dein Ziel nicht mehr dem entsprichst was Du möchtest, dann ändere den Weg und ebne den Weg zu Deinem neuen Ziel.
  3. Egal wie schlimm die Umstände und wie aussichtslos die Situationen scheinen: Jede Situation birgt etwas Gutes. Finde es!
  4. Du darfst mehr als ein Interessengebiet haben und dich für die Vielfalt des Lebens entscheiden. „Scanner“ sein ist geil!
  5. Ehrlichkeit, Respekt und Dankbarkeit sind die Grundpfeiler einer jeden Community!

Macht das Sinn?

Wenn Du es bis hierhin geschafft hast, dann kennst Du mich und meine Geschichte. Ich danke dir schon einmal dafür, dass Du dir die Zeit genommen hast um mehr über mich zu erfahren. Und ich möchte ehrlich zu Dir sein. Ich weiß nicht, wo dieser Blog exakt hinführen wird. Ich weiß nicht, wo das Leben mich exakt hinführen wird. Und ich weiß auch nicht, ob dies der richtige Blog für dich ist.

ABER...ich weiß, dass dieser Blog eine richtig geile Nummer wird. Ich weiß, dass ich jeden Artikel und jedes Video mit Herz und Seele schreiben/aufnehmen werde. Ich weiß, dass ich Wege, Inspirationen und Tools kenne, die zu mehr Freude am Leben, mehr Lebensqualität, Kreativität und einem ganzheitlichen Bewusstsein führen. Ich weiß, dass mein Blog und mein Channel noch ganz am Anfang stehen, aber genau so weiß ich, dass das Leben viele spannende Dinge bereithält, die ich entdecken möchte. Und nur zu gerne möchte ich diese Dinge mit dir teilen.

Ich weiß, dass ich wieder der Kapitän meines eigenen Lebensschiffes werde. Es wird eine Reise durch das Universum, um die Welt, und zu dir selbst. Eine Reise auf der es nie langweilig wird. Ich verspreche dir, es gibt viel zu entdecken. Bist Du dabei?

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply